SZENARIEN · BETRIEB
Der Betrieb läuft. Die Beiträge jetzt auch.
Es gibt keine Marketingabteilung. Es gibt dich, den Betrieb und ein Facebook, das irgendwann dem Büro zugewachsen ist. Der letzte Beitrag ist von Mai, und jedes Mal, wenn es jemandem auffällt, ist gerade keine Zeit. So sieht derselbe Betrieb mit Superspreader aus.
KIEinmal hinsetzen: das Interview.
Am Anfang steht eine Stunde, nicht jede Woche eine: Zehn Fragen zum Betrieb, im Gespräch beantwortet. Wofür steht ihr, wer soll sich angesprochen fühlen, worüber schreibt ihr nie. Dazu verbindest du den Ordner mit den Betriebsfotos, direkt aus der Dropbox. Das war die Einrichtung.
Der Monat kommt als Vorschlag.
Ab jetzt beginnt kein Monat mehr leer. Superspreader schlägt die Beiträge vor, aus dem hinterlegten Wissen und euren eigenen Bildern, terminiert über den Monat verteilt. Du liest drüber wie über einen Aushang: Das passt, das raus, hier ein anderes Foto. Für den Tag der offenen Tür reicht ein Zweizeiler als Hinweis, den Entwurf bekommst du fertig.
Die Freigabe ist ein Tipp in der Mittagspause.
Wenn die Chefin das letzte Wort hat, bekommt sie den Link aufs Handy. Kein Login, keine Schulung: Sie sieht die Beiträge, wie sie später aussehen, tippt bei jedem auf Passt oder schreibt, was anders soll. Und wenn du selbst entscheidest, ist die Freigabe genau ein Knopf für den ganzen Monat.
Danach: nichts.
Die freigegebenen Beiträge gehen automatisch zum Termin raus, jeder Kanal bestätigt zurück. Du merkst es daran, dass du nichts merkst. Nur wenn etwas hakt oder der nächste Monat noch leer ist, meldet sich Superspreader von selbst. Das schlechte Gewissen ist damit arbeitslos.
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